Stiftungspreis

Für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Ursachenforschung, der Früherkennung und Therapie von Hörschäden sowie der Anpassung und Versorgung mit Hörgeräten, insbesondere bei Kindern, vergibt die KIND Hörstiftung alle zwei Jahre den mit 15.000 € dotierten Stiftungspreis.

Der Stiftungspreis kann einer Einzelpersönlichkeit, einer Forschergruppe oder ausnahmsweise auch zu gleichen Teilen an zwei Preisträger verliehen werden. Ausgezeichnet wird eine deutschsprachige aktuelle wissenschaftliche Einzelleistung zum angesprochenen Themenbereich.

Die Gewinner des Stiftungspreises

Stiftungspreis 2014
Dr. Athanasia Warnecke (Medizinische Hochschule Hannover) hat eine Möglichkeit entwickelt, um totgeglaubte Nervenzellen im Innenohr zu beleben und zu schützen. Fast 90 Prozent der Schwerhörigen leiden unter einer Innenohrstörung. Die prämierte Arbeit könnte in neuartige molekulare Therapien für Patienten mit Tinnitus, Hörsturz oder genetischer Vorbelastung münden.

Die Tübinger Wissenschaftler Prof. Dr. Anthony W. Gummer, Dr.-Ing. Ernst Dalhoff und Dennis Zelle haben die Grundlagen für ein optimiertes Messverfahren entwickelt, mit dem viele bisher unentdeckt gebliebenen Hörminderungen bei Neugeborenen erkannt werden können. Gerade bei einer angeborenen Schwerhörigkeit ist die schnelle Versorgung mit Hörgeräten unverzichtbar, um Nervenbahnen ausreichend auszubilden..

Stiftungspreis 2012
Humangenetiker Dr. Hanno J. Bolz und sein internationales Team haben entdeckt, dass sowohl angeborene Hörminderungen als auch Herzrhythmusstörungen durch den gleichen Gendefekt ausgelöst werden.

Stiftungspreis 2010
Dr. Alexandra Ludwig, Sektion Phoniatrie und Audiologie am Universitätsklinikum Leipzig. Die mit dem Stiftungspreis ausgezeichnete Arbeit von Alexandra Ludwig ist Teil ihrer naturwissenschaftlichen Dissertation (Dr. rer. nat.) an der Universität Leipzig, die ursprünglich unter dem Titel „Psychoakustische und elektrophysiologische Untersuchungen zu zentral-auditiven Verarbeitungsstörungen während der Kindesentwicklung“ erschienen ist.

Stiftungspreis 2006
„Neuentwicklungen von Sprachverständlichkeitstests“
Dr. rer. nat Kirsten Carola Wagener, Dipl.-Phys. Bis August 2005 wiss. Mitarbeiterin in der Medizinischen Physik an der Universität Oldenburg im Bereich Audiologie. Seit August 2005 Bereichsleiterin für Audiologie und Projekte am Hörzentrum Oldenburg.

Stiftungspreis 2002
„Neugeborenenhörscreening“
Dr. Katrin Neumann, Oberärztin in der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie der Johann-Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
„Genforschung im Innenohr“
Privat-Dozent Dr. med. Timo Stöver, Oberarzt an der HNO-Klinik der MHH

Stiftungspreis 2000
Über den Einfluss von Hörstörungen auf die Reifung der Hörbahn
PD Dr. rer. nat. M. Walger, Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Köln

Stiftungspreis 1998
Experimenteller Nachweis audiophonatorischer Rückkopplung bei Säuglingen und deren Bedeutung zur Früherkennung und Hörgeräteanpassung bei angeborenen hochgradigen Schwerhörigen
Privat-Dozent Dr. R. Schönweiler, Leitender Oberarzt der Medizinischen Hochschule Hannover

Stiftungspreis 1996
Einfluss einer Schalldeprivation auf die akustisch evozierte Potentiale und die Expression des c-Fos Transkriptionsverfahren nach Beschallung während der Hörbahnreifung der Ratte
Professorin Dr. med. Annerose Keilmann, Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik im Klinikum der Stadt Mannheim, Fakultät für Klinische Medizin der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Stiftungspreis 1994
„… ich höre – nicht alles!“ Hörgeschädigte Mädchen und Jungen in Regelschulen“
Dr. René J. Müller, Direktor der Gehörlosen und Sprachheilschulen Riehen und Arlesheim bei Basel

Stiftungspreis 1990
Neue Gesichtspunkte zur Untersuchung und Früherfassung hörgestörter Kinder unter besonderer Berücksichtigung eines pränatalen Hörtests
Privat-Dozentin Dr. med. Heidrun Müller, Oberärztin der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde der Universität Leipzig

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